Sternebeck ist ein - auf den ersten Blick - unscheinbares Dorf im Landkreis Märkisch-Oderland, territorial gelegen zwischen Strausberg, Bad Freienwalde und Wriezen, im westlichen Teil des Amtsbereiches Barnim-Oderbruch.

Wie auch die Nachbarorte Harnekop und Prädikow gehört Sternebeck inzwischen zur Gemeinde Prötzel. Die Eingemeindung der Dörfer fand 1998 statt.

Im Ortsteil Sternebeck leben ca. 150 Einwohner. Nur etwa die Hälfte derer sind noch einheimische Sternebecker. Die anderen sind Zugezogene, teils junge Familien, die ihr Herz für die friedliche, malerische Gegend entdeckt haben.

Sternebeck wurde 1375 zur Zeit der Pest erstmals urkundlich erwähnt. Der Ursprung des Ortsnamens ist auf die damaligen Eigentümer Familie von Sternebeke zurückzuführen, die bis zum 15. Jahrhundert hier ansässig waren. Danach wechselten die Besitzer mehrmals. Seit dem Jahre 1801 bis zur Enteignung 1945 gehörten Sternebeck und Harnekop dem legendären Freiherrn von Eckardtstein.

Um 1300 erbaute man die Sternebecker Kirche, welche allerdings im 30-jährigen Krieg völlig zerstört wurde. Erst 60 Jahre später errichte man sie neu und weihte sie 1710 zu Pfingsten ein. Die dort noch befindliche Glocke stammt tatsächlich noch aus der Zeit des ersten Baus der Kirche um 1300 und besitzt somit hohen Denkmalwert. In den letzten Jahren wurden etliche Sanierungsmaßnahmen zum Erhalt der Kirche durchgeführt.

Der Großteil der Arbeiten ist bereits abgeschlossen. Bis zum 300-jährigen Jubiläum des Wiederaufbaus der Kirche im Jahr 2010 sollen jedoch noch Putzarbeiten am inzwischen maroden Außenmauerwerk zur Komplettierung der Gesamtmaßnahme und der Wiederherstellung der Ansicht erfolgen.
In der Kirche existieren historisch interessante Grabdenkmale zu Ehren der Gefallenen der Befreiungskriege gegen Napoleon und des 1. Weltkrieges sowie ein Weiteres zu Ehren eines Gefallenen in der Schlacht bei Lüneburg. Außerdem gibt es seit 2007 eine Gedenktafel der Gefallenen des 2. Weltkrieges, errichtet durch den „Freundeskreis Graf von Haeseler“ gegenüber der Kirche (Graf von Haeseler war preussischer Generalfeldmarschall und starb 1919 auf seinem Gut in Harnekop).

In Sternebeck gibt es einen kleinen Friedhof. Dort befindet sich eine interessante Aufreihung alter Grabsteine als überliefertes Kulturgut.

Der Dorfkern Sternebecks besteht im Wesentlichen aus einigen wenigen Straßen und lockerer Bebauung mit teils noch sehr ursprünglichen Gebäuden in Feld- oder Backsteinbauweise. So zum Beispiel der Gutshof mit dem alten Speicher - damals als Brennerei gebaut - und dem dazugehörigen Scheunentrakt sowie Stallungen. Die Gebäude wurden umfangreich saniert und sind heute wieder ein reizvoller Blickfang.

Ebenso wurde ein früheres Stallgebäude aus Feldsteinmauerwerk hinter der Kirche sehr geschickt zum Wohnhaus umgebaut. Das ca. 250 Jahre alte Feldsteinhaus daneben - leider noch nicht saniert - wurde bis 1891 als Schule genutzt. Schräg gegenüber der Kirche konnte 2006 ein kleiner Kinderspielplatz hergerichtet werden. Schlendert man ins Tal Richtung Röthsee, gelangt man zur ehemaligen Försterei, welche idyllisch im Wald gelegen einen  romantischen Anblick bietet.

Den landschaftlichen Reiz der Umgebung verdankt das Dorf seiner idealen Lage inmitten von Wäldern, Wiesen, Feldern und Seen. Sicher manchem Ruhe und Erholung Suchenden bereits als Ausflugstipp bekannt, ist der Sternebecker See. Nicht nur zum Baden und Angeln beliebt, lockt dieser ebenso mit seinen schönen Wanderwegen entlang des Sees mit waldreicher Umgebung. Sternebeck ist gesäumt von malerischen Nadel- und Mischwäldern, die zu jeder beliebigen Jahreszeit ihren besonderen Reiz ausstrahlen.

Die Natur scheint hier noch weitestgehend intakt zu sein. Mit etwas Glück erblickt man auf dem Weg durch Wald und Flur so manches scheue Tier, wie z.B. Rot- oder Schwarzwild, Füchse, Dachse oder Kraniche. Sogar ein Seeadler wurde im Winter 2006 hier entdeckt.

Auch kulturell hat Sternebeck einiges zu bieten. Hier ansässig sind nachfolgend aufgeführte Vereine, welche mit diversen Veranstaltungen das Jahr begleiten und durch ihre Aktivitäten teilweise weit über die Grenzen des Amtes Barnim Oderbruch bekannt sind:

· Sternebecker Freiwillige Feuerwehr, gegründet 1928
· HSCC - Harnekoper Sternebecker Carneval Club e.V., gegründet 1984
· Angelverein Harnekop e.V.
· Deutscher Meeresangler Verband - Landesverband Brandenburg e.V., gegründet 2002
· Teiljagdgenossenschaft „Daberkow Holz“ Harnekop/Sternebeck
· Evangelische Kirche Sternebeck, Pfarrer Christian Kohler, Pfarramt Haselberg

Die Sternebecker sind bekannt für ihre Leidenschaft zum Feiern. Mehrmals im Jahr finden kleinere Dorffeste statt, organisiert durch die Vereine oder die Bürger gemeinsam mit dem  ehrenamtlichen Ortsvorsteher Dieter Juritz (Termine hierfür auf dieser Seite oder in Bekanntmachungen der Amtsblätter und regionalen Tageszeitungen).